Tierschutz

Bund für Tier- und Naturschutz in OW e.V.

Immer wieder haben wir Anfragen nach einem Tierfriedhof. Wir freuen uns, daß wir nun endlich auf eine solche Einrichtung in unserer Region verweisen können. Damit wird einem Bedürfnis Rechnung getragen, daß inzwischen den meisten Haltern von Haustieren sekbstverständlich ist: Abschied von ihrem toten Tier zu nehmen und seinem Andenken einen Ort zu geben.
„Daß mein Hund tot ist“, sagte kürzlich eine alte Frau zu einer unserer Mitarbeiterinnen, „darüber kann ich hinwegkommen, obgleich ich jetzt ganz allein bin. Aber daß ich ihn nach dem Einschläfern einfach beim Tierarzt gelassen habe, wo er als Sondermüll - so heißt das ja - abtransportiert wurde, das bedrückt mich so. Wir waren schließlich 15 Jahre zusammen. Aber ich wusste ja nicht, wohin mit ihm.“
Sagen Sie nicht:“Tot ist tot, was soll das noch.“!
Wie der Tod zum Leben gehört, so gehört auch die Ehrfurcht vor Sterben und Tod zur Ehrfurcht vor dem Leben. Man sollte auch den toten Körper eines Tieres, das vielleicht ein Stück des eigenen Lebens gewesen ist, das in guten und in schlechten Zeiten bei uns war, das wir gepflegt und geliebt haben, nicht als Kadaver sehen, sondern ihm, wie es altmodisch heißt, „dir letzte Ehre erweisen.“
Nicht umsonst gehört „dir Toten zu begraben“ zu den biblischen Werken der Barmherzigkeit. Vor allem aber haben Begräbnisrituale den Sinn, den Menschen zu trösten. Sie sind eine sinnfällige Form der Erlebnisverarbeitung. Besonders für Kinder, die mit dem Tier einen geliebten Spielkameraden, ein Familienmitglied verlieren, ist das Begraben des Tieres ein versöhnliches Ritual, daß das Erlebnis des Todes bewältigen hilft.

Der Vorstand

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